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Schimmel Experimente

Vor einiger Zeit, wollte ich rausfinden wie ich Schimmel gut auf einer Leinwand darstellen kann. Er sollte sich scheinbar auf meinen Werken ausbreiten, langsam über die abgebildeten Formen kriechen und sie langsam verdecken. Nachfolgend meine ersten Ansätze.

Auf den großen Arbeiten habe ich mich dann erstmal für Rost entschieden, der je nach Dicke und Oxidationsstärke unterschiedliche Schattierungen zeigt.

Neuer-Neuanfang

Ich wage mich ja kaum einen neuen Blogeintrag zu schreiben, nachdem ich das Jahr mit so hochtrabenden Zielen begonnen habe und diese in großen Teilen bis jetzt unerfüllt geblieben sind. Aber andererseits ist es halt einfach die Wirklichkeit, dass selbst die schönsten Pläne und die besten Vorsätze manchmal vom Leben torpediert werden. Und ich bin davon überzeugt, dass so lange ich meine Ziele im Blick habe, für meine Leidenschaften brenne, das Feuer in Gang halte und alles tue was mir unter gegebenen Umständen möglich ist, soll es gut sein. Und das alles tue ich. Kunst aufzugeben ist keine Option für mich. In wie weit ich die Möglichkeit habe Kunst zu meinem Leben zu machen, muss sich noch rausstellen.

Wie indirekt angesprochen: Wenig Kunst geschaffen und somit wenig die Fertigkeiten geübt. Es ist immer wieder schwer die ersten Striche zu machen – ich komme mir dann immer vor wie ein Kind in der Grundschule, dass sich mit seinen Strichmännchen abmüht. Glücklicherweise erinnert mein Körper sich schnell und nach ein paar mühsamen Versuchen nimmt der stotternde Motor Fahrt auf und ich dann Schwups wieder voll im Flow. Genau das ist vorgestern wieder in vollem Umfang passiert und es hat mir wieder einmal bewiesen dass Kunst das ist, was ich tun sollte, das was mich zufrieden macht, das in dem ich mich verlieren kann. Deshalb heißt es jetzt: Zeit frei schaufeln und dran bleiben.

Nachfolgend der Zwischenstand des „Flow-Wiedererweckungsbildes“ nach dem ersten Tag im Flow. Ein Teil der Vorarbeiten wurde bereits zuvor erledigt.

Experimente in Gold und Farbe

Angefangen hat es mit dem Wunsch ein Geschenk für meine Mutter zu schaffen. Ich dachte, es sollte etwas dekoratives sein. Ja ich weiß „dekorativ“ ist für viele Kunstliebhaber und Künstler wie ein Schimpfwort, aber schließlich war der Hauptzweck hier, dass es ihr gefällt, sie es gerne aufhängt uns anschaut. Ganz früher – zu meinen Gymnasialzeiten – fand sie meine Bilder fast immer gut, aber hätte sich nie eines davon aufgehangen, weil sie sie zu schwermütig oder verstörend fand. Aber seit dem hat sich einiges geändert. :) Auch bei diesem Vorhaben konnte ich natürlich nicht aus meiner Haut, was hieß Gold und viele Schichten waren von Anfang an gesetzt. Ich begann mit Farbe, versuchte einen Hintergrund mit spannende Farbverläufen zwischen wenigen ausgewählten Farbtönen zu erzeugen. Dann folgte eine Form aus Gold. Wie immer konnte das noch nicht der Schluss sein und so kamen die nächsten Farbschichten und die nächsten Goldschichten. Farbe – Gold – Farbe – Gold – …. Und dann – ganz unerwartet bei einem Vorhaben einfach etwas dekoratives schaffen zu wollen – erfasste mich wieder einmal Faszination. Faszination für die unterschiedlichen Goldstrukturen, für die unterschiedlich stark durchscheinenden Goldtöne, durch die Veränderungen der Farbtöne auf den Goldflächen und für die Dynamik und Wandelbarkeit initiiert durch das Lichtspiel zwischen Farbe und Metal.

So wurde aus etwas „Dekorativem“, der Beginn völlig ungegenständlich mit Gold und Farbe und verschiedenen Techniken zu experimentieren. Man könnte glatt behaupten, da wurde der Zweck durch den Selbstzweck ausgetauscht. :)

Nachfolgend mal ein paar aktuelle Zwischenstände:


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